Camping am Meer in Europa: Die besten Adressen zum Schlafen mit den Füßen im Wasser

Camping am Meer in Europa: Die besten Adressen zum Schlafen mit den Füßen im Wasser

Meeresrauschen beim Einschlafen, Salzluft schon beim ersten Atemzug morgens, und der Strand direkt vor dem Zelt – das klingt nach Urlaubsidylle, ist aber kein Traum. Es gibt in Europa tatsächlich Campingplätze, die so nah am Wasser liegen, dass man sich fragt, ob das überhaupt legal ist. Kurze Antwort : ja. Lange Antwort : Es kommt sehr auf den Platz an.

Wenn du gezielt nach Strandcamping in Europa suchst, lohnt sich ein Blick auf spezialisierte Ressourcen wie www.camping-bord-de-mer.com, wo viele dieser Plätze direkt verglichen werden können. Aber ich möchte dir hier die Orte nennen, die mich – und viele andere – wirklich überrascht haben.

Kroatien : Camping mit Meerblick auf Schritt und Tritt

Kroatien ist vielleicht das Mekka des europäischen Strandcampings. Kein anderes Land hat so viele Plätze, die buchstäblich an die Adria grenzen. Der Camping Straško auf der Insel Pag ist ein gutes Beispiel : Die Parzellen liegen auf Felsen direkt am Meer, man springt quasi vom Campingplatz ins Wasser. Nicht idyllisch im romantischen Sinne – eher roh, steinig, echt.

Etwas familiärer wirkt der Camping Bijar in Drage, südlich von Zadar. Kleiner, ruhiger, mit einem feinen Kiesstrand. Perfektion ? Nein. Aber das Wasser ist so klar, dass man morgens um sieben schon schnorcheln geht, weil man’s nicht lassen kann.

Preislich liegt Kroatien im europäischen Mittelfeld – rechne mit 25 bis 50 Euro pro Nacht für zwei Personen mit Zelt, je nach Saison und Lage.

Sardinien : Wilde Schönheit, aber mit Einschränkungen

Sardinien ist wunderschön, das ist unbestritten. Aber ich finde, man muss ehrlich sagen : Strandcamping ist hier nicht einfach. Das italienische Gesetz schützt die Küstenstreifen sehr streng, und viele Plätze liegen deshalb ein paar hundert Meter vom Wasser entfernt.

Es gibt aber Ausnahmen. Der Camping Village Isuledda auf dem Halbinselnationalparkgebiet nördlich von Palau hat Zugang zu mehreren kleinen Buchten. Man schläft nicht direkt am Strand, aber man ist in fünf Minuten dort. Und diese fünf Minuten lohnen sich – das Wasser ist türkisfarben auf eine Art, die fast unecht wirkt.

Tipp : Sommer auf Sardinien bedeutet Hochbetrieb. Im Juni oder September ist es deutlich angenehmer.

Spanien : Von der Costa Brava bis zur Atlantikküste

Die Costa Brava in Katalonien ist eine der beliebtesten Campingregionen Europas – aus gutem Grund. Plätze wie der Camping El Toro in L’Escala liegen direkt an kleinen Buchten. Das Mittelmeer hier ist ruhig, warm, familiär. Vielleicht zu voll im August, aber wer kommt schon im August und beschwert sich über Menschenmassen ?

Weniger bekannt, aber mindestens so schön : die Atlantikküste im Baskenland und in Kantabrien. Der Camping Playa de Oyambre in der Nähe von Comillas liegt in einer Meeresschutzzone, mit einem langen wilden Strand. Das Wasser ist kälter als im Mittelmeer – deutlich kälter – aber die Landschaft ist atemberaubend. Wer Surfen mag : Es gibt direkte Spots.

Portugal : Der Süden lockt, der Norden überrascht

Die Algarve hat natürlich die ikonischen Strände. Aber Strandcamping ist auch hier reguliert. Der Camping Sagres zum Beispiel liegt am äußersten Südwestzipfel Europas – nicht direkt am Strand, aber in Laufweite von Klippen und kleinen Buchten. Der Wind ist stark, manchmal fast aggressiv. Aber genau das macht den Ort besonders.

Weiter nördlich, im Minho oder an der Costa Verde : weniger Touristen, rauere Strände, aber echte Entdeckungen. Camping Viana do Castelo liegt nah an einem Flussmündungsstrand mit Meerblick. Sehr ruhig. Vielleicht zu ruhig für manche – aber für andere genau das Richtige.

Frankreich : Quantität und Qualität

Frankreich hat schlicht die meisten Campingplätze am Meer in Europa – und auch die best organisierten. Die Bretagne ist ein Klassiker : rauhe Küste, Granitfelsen, Atlantiksturm manchmal noch im Juni. Plätze wie der Camping des Abers in Landéda liegen auf Halbinseln, umgeben vom Meer auf mehreren Seiten. Das ist kein Badeurlaub – das ist Naturerlebnis.

Ganz anders die Côte d’Argent zwischen Bordeaux und Biarritz : kilometerlange Sandstrände, Campingplätze mit direktem Strandzugang, Pinienwald im Rücken. Plätze wie La Côte d’Argent in Hourtin-Plage sind riesig (über 3.000 Plätze !), aber die Organisation ist tadellos.

Was du vor der Buchung wirklich wissen musst

Direkt am Wasser ist nicht immer direkt am Wasser. Viele Campingplätze werben mit „bord de mer“ oder „beachfront“, aber der tatsächliche Strandabstand variiert enorm. Lies die Bewertungen, schau dir Satellitenbilder an – Google Maps ist dein Freund.

Hochsaison ist brutal. Juli und August in Südeuropa bedeuten : volle Plätze, höhere Preise, weniger Ruhe. Wer Flexibilität hat, fährt Anfang Juni oder im September. Frankreich und Kroatien haben im September noch super Wetter.

Buchung ist Pflicht. Strandnahe Plätze in Europa sind schnell ausgebucht – teilweise schon im März für den Sommer. Wer spontan reist, riskiert, leer auszugehen.

Und noch was : Ein teurer Platz bedeutet nicht automatisch mehr Natur. Manchmal sind die einfachsten Plätze die schönsten – weil sie weniger in die Landschaft eingreifen und mehr vom echten Küstengefühl lassen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert